IMeG beim Konvent der Baukultur, 3.-5.11.2016 in Potsdam

Der nationale Konvent Baukultur der gleichnamigen Bundesstiftung tagte vom 3. bis 5. November 2016 in Potsdam. Zentrales Anliegen der Versammlung war die Verabschiedung und Diskussion des Baukulturberichts 2016/17 „Stadt und Land“. In sechs Foren berieten die Teilnehmer das Thema Baukultur im Spannungsfeld gesellschaftlicher Herausforderungen. Forum 2 widmete sich unter der Überschrift „Baukultur europaweit“ den gemeinsamen Entwicklungen von europäischen Grenzregionen. Der Initiativkreis der Metropolregionen in Deutschland sieht in der Motorfunktion grenzüberschreitender Verflechtungsräume eine große Chance und viele noch nicht voll ausgespielte Potenziale für die nationale und die kontinentale Raumentwicklungspolitik. Deshalb war es folgerichtig, dass Gerd Hager als IMeG-Sprecher in die brandenburgische Hauptstadt eingeladen wurde und sich auf dem Konvent zu dem Thema „Baukultur transnational“ zu Wort meldete. Im grenzübergreifenden Kontext finden sich nicht nur eine Baukultur, sondern verschiedene nationalstaatliche Standards, Zielrichtungen und Traditionen. Grenzräume leben von ihrer Diversität und von der Energie, die die Reibung zwischen unterschiedlichen Positionen erzeugt. So stehen in Frankreich die öffentlichen Bauten im Fokus des baukulturellen Diskurses, die Schweiz sieht in der Bewahrung des kulturellen Erbes eine große Aufgabe während Deutschland eine Qualitätsdiskussion in den verschiedensten Aspekten des Bauens befeuert. Wettbewerbe und Ausstellungen, gemeinsame Projekte und Entwicklungskonzepte bieten einen Marktplatz für gemeinsame Aktionen über nationale Grenzlinien hinweg und gleichzeitig die Möglichkeit von langfristig angelegten und baukulturell hochwertigen Planungen bzw. Baumaßnahmen. Gerd Hager verwies auf die IBA Basel, die Gartenschau in Kehl/Straßburg, das INTERREG-Projekt Wohnen im Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen, die Quattropole Luxemburg – Metz – Saarbrücken – Trier und die IBA Parkstad in der Provinz Limburg. Die anschließende Aussprache kreiste um die Themen grenzübergreifende Metropolräume, neuer Wohnungsbau und die Chancen und Risiken grenzregionaler Stadt-Land-Partnerschaften.

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2018-03-21T11:46:12+00:00