Der Raumordnungsbericht 2021: Wegweisungen für die grenzüberschreitenden Metropolregionen

Raumordnungsbericht 2021

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat im Juli den Raumordnungsbericht 2021 vorgelegt.
Er greift das Leitbild für die Raumentwicklung in Deutschland 2016 der Ministerkonferenz zur Raumordnung auf. Ein zentraler Bestandteil der Raumentwicklungsstrategie des Bundes ist das Thema „Wettbewerbsfähigkeit stärken“. Als Handlungsansätze nennt der Raumordnungsbericht 2021 (S. 22) die „Weiterentwicklung der Zusammenarbeit der deutschen metropolitanen Grenzregionen im Initiativkreis Metropolitaner Grenzregionen (IMeG) und ihrer Partnerregionen der Grenze“. Unter der Überschrift „Metropolregionen weiterentwickeln“ zeigt die Abbildung 5.1 (S. 53), wie wichtig es war, auf die Landkarte der Bundesraumordnung zu gelangen. Der Bund hat in seine Metropolregion-Strategie die vier IMeG-Partner mittlerweile einbezogen. Dabei widmet er sich insbesondere dem metropolitanen Kooperationen über nationale Grenzen hinweg (S. 65 f.). Abbildung 6.4 (S. 75) zeigt die Standorte der Lead-Partner von INTERREG V A-Projekten mit deutscher Beteiligung. In dem Bild werden die Initiativen und Aktivitäten der Grenzregionen in zahlreichen Themen dargestellt (beispielsweise Forschung und Innovation, Anpassung an den Klimawandel oder Effizienz der öffentlichen Verwaltung). Das derzeit laufende Modellvorhaben der Raumordnung MORO zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Planspielen in der Großregion und am Oberrhein wird als Beispiel ebenfalls vorgestellt (S. 76). Auch das MORO zur grenzüberschreitenden Raumbeobachtung, in das sich der IMeG intensiv eingebracht hat, stellt das BBSR in einem ausführlichen Exkurs dar (S. 77). Die Schlussfolgerung des Berichts kann aus Sicht des IMeG nur unterstrichen werden:

„Die Projekte des Bundes sollen den Zugang zu grenzüberschreitenden Daten vereinfachen und bundesweite Analysen ermöglichen. Sie ersetzen jedoch nicht die Aktivitäten zur Raumbeobachtung auf regionaler Ebene, die sich auch auf regional relevante Schwerpunkte konzentrieren können.“

Gerd Hager, als Sprecher des IMeG, freut sich sehr darüber, dass die vielfältigen Aktivitäten unserer Initiative auf Bundesebene so viel Resonanz finden. Der Bericht motiviert die metropolitanen Grenzregionen, ihre Ausstrahlung, ihren Charme und ihre Interessen weiterhin im raumordnerischen Fachdiskurs kräftig zu vertreten, so Gerd Hager.

Der Raumordnungsbericht 2021 kann auf der Webseite des BBSR heruntergeladen werden.

2021-07-22T16:31:42+00:00