Europäische Politik für Grenzregionen

Bereits 2010 hat die Europäische Kommission in ihrer Mitteilung „EUROPA 2020. Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ auf die Hürden grenzüberschreitender Kooperation hingewiesen. Auch viele Jahre danach sind Raumplanung und Regionalentwicklung in Grenzregionen eine besondere Herausforderung: Sie folgen den Logiken nationalstaatlich verankerter Rechts- und Planungssysteme. Somit treffen in Grenzlagen unterschiedliche Verwaltungs- und Planungskulturen aufeinander. Dies zeigt sich auf allen Ebenen der Planungspraxis – von der Identifikation gemeinsamer Ziele der grenzüberschreitenden Raumentwicklung bis hin zur Abstimmung konkreter Planungsvorhaben. Unterschiedliche Zuständigkeiten und Regelungsbefugnisse, nicht harmonisierte Datengrundlagen, knappe personelle Ressourcen, mangelnde Erfahrung und Sprachkenntnisse prägen oftmals den Alltag grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Der IMeG unterstützt Bestrebungen auf EU-Ebene, diese Herausforderungen aktiv anzugehen. So befürwortet er z.B. im Rahmen einer Stellungnahme die Idee, ein neues Tool, die sogenannte „European Cross-Border Convention (ECBC)“ umzusetzen und eine „European multilevel platform to exchange problem-solving methods“ zu etablieren. Die Stellungnahme dazu wird in Kürze erscheinen. Weitere Infos zu ECBC unter: http://www.espaces-transfrontaliers.org/en/european-activities/working-group-on-innovative-solutions-to-cross-border-obstacles

2018-05-07T09:34:44+00:00