Grenzüberschreitende Raumbeobachtung …

… muss sich mit spezifischen Schwierigkeiten auseinandersetzen: Relevante Daten zu Raumstruktur und Raumentwicklung liegen meist nicht europaweit vor, sind oftmals in ihrer Erhebung nicht vereinheitlicht und damit auch im Ergebnis nicht vergleichbar. Diese Probleme sind bislang nicht zufriedenstellend gelöst. Insbesondere die INTERREG-Initiative hat den Aufbau grenzüberschreitender GIS in den IMeG-Regionen und anderen MGR in Europa befördert. Viele Projekte wurden auf den Weg gebracht. Auch auf Bundesebene ist die grenzüberschreitende Perspektive erforderlich. So zählt die Berichterstattung über die räumliche Entwicklung des Bundesgebiets und Europas zu den originären Aufgaben des BBSR und ist im Raumordnungsgesetz (§ 25 ROG) festgehalten. Das Gesetz betont auch die Betrachtung der an Deutschland angrenzenden Gebiete. Vor diesem Hintergrund haben Partner bzw. weitere Institutionen aus den IMeG-Regionen 2016/17 am MORO „Raumbeobachtung Deutschland und angrenzende Regionen“ teilgenommen. Hauptziel des MORO war, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die der Implementierung eines dauerhaften Raumbeobachtungssystems für deutsche und angrenzende Regionen dienen. Auch nach dem offiziellen Ende des MORO beschäftigt sich der IMeG weiterhin mit der grenzüberschreitenden Raumbeobachtung. Im Januar 2018 fand ein IMeG-Workshop mit den am MORO beteiligten IMeG-Regionen statt. Vorgestellt und diskutiert wurden die MORO-Ergebnisse der Charlemagne Grenzregion, der Großregion, der TMO und der Bodenseeregion. In der nächsten Zeit wird der IMeG ein Positionspapier zur grenzüberschreitenden Raumbeobachtung verfassen.

2018-03-19T09:35:35+00:00